auenlandschaft

eine landschaft die sich schnell verändert

auen sind vom wasserstand des flusses geprägt. mal steht das wasser tief, und trockene kies- und sandbänke präsentieren sich. mal durchströmt der fluss die aue bei hochwasser und gestaltet mit der kraft des wassers das flussbett um. wenn sich der wasserpegel wieder senkt, bleiben tümpel zurück, und das trockengefallene land ist mit nährstoffen aus dem wasser angereichert.

so entstehen und vergehen ständig vielfältige standorte. auen werden aber nicht nur vom wasser geformt, auch der biber gestaltet die aue durch graben und den bau von dämmen. er ist der zimmermann der aue.

durch die entstehende vielfältigkeit bieten die auenlandschaften einzigartige lebensräume für viele pflanzen und tiere. auenlandschaften sind „hotspots“ der artenvielfalt in der schweiz; auf 0.3% der landesfläche kommen 40% aller pflanzen- und tierarten vor.

weil auen unberechenbar sind, wurden sie durch die menschliche zivilisation in den vergangenen jahrhunderten massiv eingeschränkt. Jetzt hat ein umdenken eingesetzt.