Ich war noch niemals in New York

«Ich war noch niemals in New York 

Der Titel von Udo Jürgens passt haargenau auf den Brugger Carl Samuel Jäger. Nie zuvor hatte er eine weite oder lange Reise gemacht. Bis an jenem Sonntagmorgen, am 14. April 1872. Er öffnete die Türe des Roten Bären in der unteren Altstadt, trat auf die Strasse hinaus und machte sich auf den Weg zum Bahnhof.

<!Der Mann war bereits 74 Jahre alt, für damalige Verhältnisse ein Greis. Aber so unternehmungslustig und unbedarft wie ein Jungspund. Ohne die geringsten Englischkenntnisse und ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, worauf er sich da einliess, wollte er seine ausgewanderten Söhne in Amerika aufsuchen, um sie und ihre Familien in diesem Leben noch einmal zu sehen. Die Reise ging mit der Eisenbahn von Brugg über Basel nach Hamburg, dort aufs Schiff und via Le Havre nach New York und weiter mit der Bahn nach Neosho im Bundesstaat Missouri. Ein halbes Jahr später, am 8. November 1872, traf Carl Samuel Jäger um 19.30 Uhr wieder in Brugg ein, völlig ausgebrannt, aber gesund und voller Eindrücke und Erinnerungen.

In der ganzen Zeit war er in brieflichem Kontakt mit seiner Brugger Familie geblieben und hatte seine Erlebnisse detailliert geschildert. Diese Briefe bilden die Grundlage zur Stadtführung vom Samstag, 5. Mai. Die Urenkelin von Carl Samuel Jäger legt den Schwerpunkt des Rundgangs auf die Familie Jäger. Vor dem Roten Bären werden die Teilnehmenden wissen: Am Morgen des 14. April 1872 öffnete sich diese, genau diese Türe, und Carl Samuel Jäger verliess sein Wohnhaus; die ersten Schritte auf seiner Reise nach Amerika. – Lebendige Stadtgeschichte!–>

Stadtführung Brugg
Samstag, 5. Mai 2018
14.00 Uhr beim Eisi